Venetianersäge "Felbermühle"

Die Technologie der „Venezianersäge“ kam aus Italien. Da die Venezianer für die Pfahlbauten und für den Schiffsbau Unmengen von Holz benötigten, setzte man in den Venetianischen Alpen um die Wende des 15. und 16. Jh. wasserbetriebene Sägen ein. Leonardo da Vinci (1452 - 1519) wird der Prototyp einer Sägemühle zugeschrieben.

Die aus alten Bauteilen zusammengestellte Schausäge  „Felbermühle“ ist voll funktionstüchtig und demonstriert den einfachen, aber wohl durchdachten Mechanismus

einer Einblattsäge. Das oberschlächtige Wasserrad bewegt den Grindelbaum, der die Kraft zu den hölzernen Zahnrädern überträgt. Damit können drei Arbeitsgänge gleichzeitig erledigt werden:

·      Mit einem Seilaufzug werden die Holzstämme auf die Sägeplattform gezogen.

·      Das Sägeblatt ist in einen Holzrahmen (=“Gatter“) gespannt, das durch ein ausgeklügeltes Zahnrad-Hebel-Kurbelsystem auf- und ab bewegt wird.

·      Gleichzeitig wird bei jedem Aufwärtsschub des Gatters der „Sägewagen“ vorwärts bewegt, damit die Sägezähne beim nächsten Schnitt wieder greifen können.

Diese Technologie fand in ganz Europa ihre Verbreitung und wird noch heute in Riemetschlag, Gemeinde Windhaag bei Freistadt in der „Leithenmühle“ (07943/495  0676/4113591) eingesetzt.