"Grenzen überwinden-aus der Vergangenheit lernen"

Das Grüne Band Europas bekommt ein
neues, modernes Besucherinformationszentrum. Am 5. Mai 2014 erfolgte der Spatenstich durch Lhstv. Franz Hiesl und Labg,Maria Jachs als Startschuss für ein umfangreiches Ausbauprogramm des Mühlviertler Waldhauses und der gesamten Region am ehemaligen Eisernen Vorhang.

Das neue Besucherzentrum solle die
Funktion einer "gebauten Einladung" an die Besucherinnen und Besucher
wahrnehmen, erläuterte dabei der Architekt DI Andreas Fiereder
seinen Entwurf.

Ab 2014 werden 10 Gemeinden (vier tschechische und sechs österreichische Gemeinden) an der ehemaligen Grenze zu Tschechien international als Kleinregion zusammenarbeiten. Bis
zum Jahr 2015 werden das Land Oberösterreich und die Europäische Union rund 1,6 Millionen Euro in das Besucherinformationszentrum  investieren, so Hiesl: "Damit leisten wir
mit Sicherheit einen wichtigen Beitrag für die weitere Entwicklung
der gesamten Region." Mit dem Besucherinformationszentrum  am Grünen Band Europas wolle man
Wertschöpfung steigern, Arbeitsplätze schaffen und für nachhaltige
touristische Impulse sorgen, so der Landeshauptmannstellvertreter. Der
Gesellschafter der Naturraum Grünes Band GmbH Bgm. Erich Traxler , sieht
in diesem Projekt "eine einmalige Chance, das Grüne Band Europas noch breiter im Bewusstsein der Menschen zu
manifestieren". Der Obmann des Vereins Mühlviertler Waldhaus, Vbgm. Heinrich Glaser sieht in der positiven Zusammenarbeit zwischen Grundeigentümern und Naturschützern wesentliche Inhalte seiner Arbeit.  Der wissenschaftliche Leiter Mag. Josef Engelmann
betonte, man wolle "zeigen, wie europäische  Zeitgeschichte und der einmalige 12500 km lange 40 Jahre beinahe unberührte Naturraum interessant für
die Besucher aufbereitet werden kann." Geschäftsführer Christoph Lettner sieht die Aufbereitung naturtouristischer Angebote dies- und jenseits der ehemaligen Grenze als die größte Herausforderung, aber auch als besondere Chance etwas Einmaliges  künftigen Gästen zu bieten. Das spannende Thema „Zukunft am Grünen Band Europas“ wird wesentlichen Raum, sowohl in der künftigen Ausstellung als auch in den Köpfen der Menschen einnehmen

Oberösterreich und Tschechien verfügen über ein spannendes, kulturelles und historisches Erbe, so Landeshauptmannstellvertreter Hiesl abschließend:
"Eine Gesellschaft, die ihre Geschichte vergisst, hat keine
Vergangenheit und damit auch keine Zukunft. Nur jemand, der seine
Geschichte wach und lebendig hält, kann daraus Kraft schöpfen für den gemeinsamen
Weg in einem friedlichen Europa."